Features im Radio

Features

Dienstag 09:05 Uhr Bayern 2

radioWissen

Die Erfindung der Schrift Vom Bild zum Symbol Guido von Arezzo Erfinder der Notenschreibung Das Kalenderblatt 6.12.1912 Büste der Nofretete entdeckt Von Susi Weichselbaumer . Die Erfindung der Schrift - vom Bild zum Symbol Autorin: Yvonne Maier / Regie: Sabine Kienhöfer A, B, C und so weiter - heute ist nichts selbstverständlicher, als dass schon Kinder alle Gedanken, die ihnen im Kopf herumschwirren, aufschreiben können. Wir schreiben E-Mails, WhatsApp-Nachrichten, lesen Bücher und Zeitungen. Plakatwände und Verkehrszeichen. All das wäre ohne unsere Schrift unmöglich. Doch Schrift ist eine ziemlich neue Erfindung innerhalb der Menschheitsgeschichte. Vor rund 5.200 Jahren tauchen im heutigen Irak erste Tontafeln auf, in die strukturierte Zeichen eingeritzt worden sind - Schrifttafeln aus dem damaligen Mesopotamien, aus der damaligen Metropole Ur. Doch es waren keine Texte, wie wir sie heute haben, es sind vor allem Listen. Denn Ur hatte tausende Bewohner, war durch seinen großen Tempel ein wichtiges Verwaltungszentrum. Da reichten Absprachen per Handschlag nicht mehr aus. Die allerersten Texte der Menschheit sind also das, was heute unsere Excel-Listen sind. Schreiben und Lesen waren Fähigkeiten, die der Oberschicht städtischer Zentren vorbehalten waren. Schreiber war ein eigener Beruf, für den schon 5-Jährige ausgewählt und über viele Jahre hinweg ausgebildet wurden. Erst viele tausend Jahre später entstanden die Ursprünge dessen, was unsere Schrift heute ausmacht. Erstsendung 20. September 2018 Guido von Arezzo - Erfinder der Notenschreibung Autor und Regie: Markus Vanhoefer Was wäre unsere Musik ohne Notenschrift? Erst durch sie sind wir in der Lage, Klänge auf Papier festzuhalten, so dass Musik nicht vergessen wird, sondern ein allen Menschen über Generationen zugängliches Kulturgut werden kann. Guido von Arezzo lautet der Name des Mannes, der dies ermöglicht hat, denn er erfand vor 1000 Jahren die Notenlinien, wie wir sie heute noch verwenden. Guido von Arezzo war Benediktinermönch, Musiker, Musiktheoretiker, ein an den "sieben freien Künsten" geschulter Gelehrter. Auch wenn wir über sein Leben nicht allzu viel wissen, ist der Italiener einer der innovativsten Köpfe unserer Musikgeschichte. So sind auch die Solmisationssilben "do, re mi, fa, so" seine Idee. Erstendung 29. September 2020 Moderation: Christian Schuler Redaktion: Nicole Ruchlak

Dienstag 13:34 Uhr WDR5

Neugier genügt - Das Feature

Böden

Dienstag 15:05 Uhr Bayern 2

radioWissen am Nachmittag

Georg Philipp Telemann Barocker Superstar Carl Michael Bellmann Der schwedische Nationaldichter Das Kalenderblatt 6.12.1912 Büste der Nofretete entdeckt Von Susi Weichselbaumer . Georg Philipp Telemann - barocker Superstar Autor und Regie: Markus Vanhoefer Wir kennen ihn vor allem als Komponist für den Musikschulunterricht. Und wenn wir uns mit seiner Biographie beschäftigt haben, dann ist er als Vielschreiber vertraut, der ein schier unüberschaubares Konvolut an Werken hinterlassen hat. Georg Philip Telemann, der Unterschätzte. Der 1681 geborene gilt heute als Meister aus der zweiten Reihe. Ruhm mag vergänglich sein. Zwar steht Telemann im heutigen Musikleben eindeutig im Schatten von Bach und Händel, jedoch sagt dies nur wenig über die herausragende Bedeutung aus, die der Magdeburger während des Spätbarock in Deutschland inne hatte. Georg Philip Telemann war erfolgreich, populär, ein Innovator, der Brücken zum anbrechenden Rokoko schlug, ein Künstler, der als "bürgerlicher Unternehmer" den Beruf des Komponisten neu ausrichtete. Telemann, der vor 250 Jahren starb, hat mehr Spuren hinterlassen, als es auf den ersten Blick den Anschein hat. Erstendung 27. Juni 2017 Carl Michael Bellmann - der schwedische Nationaldichter Autor: Rolf Cantzen / Regie: Petra Herrmann-Böck "... es ist leicht, Bellman zu lieben, und so schwer, ihn wirklich zu verstehen." So der Stoßseufzer eines Literaturwissenschaftlers (Gert Kreutzer), der sich mehr als 30 Jahre mit den Liedern und Texten Bellmans auseinandergesetzt hat. Carl Michael Bellman ist so etwas wie ein schwedischer Nationaldichter. Er wurde 1740 in Stockholm geboren, verließ die Stadt kaum und starb dort 1795 hoch verschuldet und verarmt an Schwindsucht und wohl auch am Alkohol. Seine vertonten Gedichte sind Sauf- und Liebeslieder. Von der zeitgenössischen Kritik wurden sie oft als derb und grob abgelehnt. Sie entsprachen nicht der Etikette. Trotzdem waren sie bekannt in Stockholm und blieben es bis heute. Bellman parodiert Bibeltexte, schildert Sauftouren, sexuelle Abenteuer und Schlägereien. Oft und oft sehr detailliert ist der Tod und das Sterben thematisiert. Bellmann trug seine oft spontan vertonten Texte vor, imitierte dabei Stimmen und Musikinstrumente und war ein beliebter Alleinunterhalter. Nicht nur schwedische, auch deutsche Liedermacher interpretierten seine sinnlichen und melancholischen Texte. Erstendung 10. Juli 2018 Moderation: Christian Schuler Redaktion: Susanne Poelchau

Dienstag 19:15 Uhr Deutschlandfunk

Das Feature

Der Wert der Arbeit Von Sonja Ernst und Christine Werner Regie: Beatrix Ackers Produktion: Deutschlandfunk 2022 Sie reinigen Krankenhäuser, gießen im Hüttenwerk tonnenschwere Walzen oder produzieren Lebensmittel in Fabriken. Manche werden gut bezahlt. Andere so schlecht, dass es kaum zum Leben reicht. Warum eigentlich? Arbeiterinnen und Arbeiter halten Wirtschaft und Gesellschaft am Laufen. Arbeit und Lohn bestimmen die soziale Stellung, und oft auch, ob später nur eine kleine Rente wartet. Welchen Wert hat Lohnarbeit in unserer Gesellschaft? Wer entscheidet darüber? Woran bemisst er sich - und worin liegt er für die Arbeiterinnen und Arbeiter selbst? Das Feature begleitet Männer und Frauen bei ihrer Arbeit: Hört man einer Arbeit ihren Wert an? Das Feature wurde gefördert durch die Film- und Medienstiftung NRW. Der Wert der Arbeit

Dienstag 19:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

Deutschlands neue "Aktienkultur" - Zockerei für Bessergestellte oder künftige Stütze des Rentensystems? Von Christian Musolff Deutschland hinkt beim Aktiensparen im internationalen Vergleich immer noch hinterher. Und die Pläne der Koalition zur Einführung eines kapitalgedeckten Rentensystems liegen weiterhin auf Eis: Dabei gibt es einen immer deutlicher zu spürenden Handlungsdruck. Schon heute stammt jeder dritte Euro, der als Rente an die Ruheständler überwiesen wird, aus dem Bundeshaushalt. Und die Boomer kommen ja erst noch. Würde ein Aktien-Pensions-Staatsfond die künftige Altersvorsorge überhaupt retten? Oder brauchen wir einen ganz neuen "Generationenvertrag", um die demographischen Herausforderungen der nächsten 30 Jahre zu bewältigen?

Dienstag 20:00 Uhr NDR kultur

Feature

Candys Chor Die Kraft des Gesangs Feature von Martina Groß NDR 2014 Mehrmals im Jahr lädt die englische Chorleiterin Candy Verney Menschen aus aller Welt dazu ein, miteinander zu singen. Durch das gemeinsame Singen stiftet sie eine außergewöhnliche Gemeinschaft. Die Menschen, die bei ihr zusammentreffen, kennen sich vorher nicht, und viele von ihnen haben bisher weder allein, noch mit anderen gesungen. Was sie vereint, ist lediglich die Offenheit und Lust, gemeinsam singen zu wollen. Songs aus aller Welt. Aus der Arbeitswelt, Spirituelles oder Volkslieder. Die Autorin hat an einem siebentägigen Workshop in Frauenau teilgenommen. 20:00 - 20:03 Uhr Nachrichten, Wetter Feature

Dienstag 22:03 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Feature

Gedankenverbrechen in Belarus Wenn Dystopien lebendig werden Von Inga Lizengevic Regie: die Autorin Ton und Technik: Jean-Boris Szymczak Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2022 Länge: 54"30 (Ursendung) Das belarussische Staatsfernsehen agitiert in Hass-Sendungen gegen jeden, der nicht hinter Machthaber Lukaschenko steht. Verhaftungen finden willkürlich statt; gefoltert wird im Verborgenen. Orwells Dystopie "1984" - in Belarus ist sie Wirklichkeit geworden. "Bald werden sie in unsere Köpfe klettern und schauen, welche Gedanken wir haben. Und für diese Gedanken werden sie uns einsperren," meint Natalia Dulina, die ihre Professur an der Linguistischen Universität wegen der Teilnahme an Protesten verloren hat. Mittlerweile muss man in Belarus gar nicht mehr an einer Demonstration teilnehmen - es reicht, mit dem Gedanken daran zu spielen. Likes oder Reposts in den sozialen Medien, Wäsche in weiß-rot-weißer Farbfolge auf der Leine: alles Gründe für Verhaftungen und Gefängnisstrafen. "Man wird nicht zum Präsidenten gemacht, man wird als Präsident geboren," sagt Machthaber Lukashenka von sich selbst. In beinahe drei Jahrzehnten hat er ein System aufgebaut, das seine Alleinherrschaft sichert. 2020 hätte ein Wendepunkt werden können, doch nach der Zerschlagung der friedlichen Proteste dreht sich die Spirale der Unterdrückung jetzt mit neuer Kraft weiter. Menschen werden verhaftet und gefoltert, Bücher werden vergraben, das Staatsfernsehen hat auf Hass-Programme umgestellt. Orwells Dystopie - in Belarus ist sie Wirklichkeit geworden. Inga Lizengevic, geboren in Russland, aufgewachsen in Belarus, Russland und der Ukraine, studierte in Minsk und Berlin, lebt als Theaterregisseurin, Hörfunkautorin und Dokumentarfilmerin in Berlin. Für ihr Feature "Babys für die Welt. Das Geschäft mit ukrainischen Leihmüttern" (Deutschlandfunk/SWR/ORF 2021) wurde sie mit dem Prix Italia 2022 ausgezeichnet. Wenn Dystopien lebendig werden Gedankenverbrechen in Belarus

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