Tagestipps im Radio

Tagestipps

Dienstag 18:05 Uhr Bayern 2

IQ - Wissenschaft und Forschung

Alles Natur: O Tannenbaum! Iska Schreglmann im Gespräch mit dem Biologen Dr. Thassilo Franke . In der IQ-Gesprächsreihe "Alles Natur" beleuchtet Dr. Thassilo Franke vom BIOTOPIA-Naturkundemuseum Bayern in München unsere Alltagswelt aus einer besonderen Perspektive. Mit dem neugierigen Blick des Naturforschers spürt er rätselhafte Phänomene in unserem Umfeld auf. In der zehnten Folge von "Alles Natur" unterhalten sich Iska Schreglmann und Thassilo Franke - passend zur Jahreszeit und zur nahenden Weihnachtszeit - über Nadelhölzer, genauer gesagt über die Tanne und ihre zahlreichen Verwandten. Ob als einzelne Deko-Zweige, gebunden als Adventskranz oder als ganzer Weihnachtsbaum von winzig klein bis einige Meter hoch: Tannen, Fichten, Kiefern und andere Nadelhölzer sind nun in Gärtnereien, eigenen Weihnachtsbaummärkten oder vor Supermärkten im Angebot. Einer der beliebtesten Weihnachtsbäume ist dabei die schöne Nordmann-Tanne, die eigentlich aus dem Kaukasus kommt. Was nur die wenigsten wissen: Jede Nordmann-Tanne hierzulande verdankt ihre Existenz zahlreichen Tannenzapfenpflückern, die in Georgien und andernorts unter zum Teil katastrophalen Bedingungen in die Wipfel der hohen Mutterbäume klettern, um die kostbaren Samen der Nordmanntannen zu ernten. Doch auch die anderen Tannen und ihre Verwandten bergen viele Geheimnisse und hörenswerte Geschichten in sich, von ätherischen Ölen und kostbaren Harzen bis hin zu besonderen Holzeigenschaften, die sie unter anderem zum Instrumentenbau prädestinieren. Redaktion: Bernhard Kastner

Dienstag 18:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Weltzeit

Moderation: Andre Zantow Somalilandals Vorbild? Das andere Somalia am Horn von Afrika Von Florian Guckelsberger Auf dem sogenannten Failed States Index der US-Denkfabrik "Fund for Peace" liegt Somalia auf Rang zwei. Noch schlimmer sei die Lage nur im Jemen. In Somalia gibt es seit Jahrzehnten keine funktionierende Zentralregierung mehr. Dschihadistische Al-Shabaab-Milizen füllen diese Lücke und verbreiten Terror. Mehr Sicherheit und Demokratie gibt es im Nordwesten des Landes: Die autonome Region Somaliland strebt nach Unabhängigkeit, wird aber bisher nur von Taiwan als Staat anerkannt. Die USA könnten mit einer Militärbasis am Horn von Afrika helfen.

Dienstag 19:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

Deutschlands neue "Aktienkultur" - Zockerei für Bessergestellte oder künftige Stütze des Rentensystems? Von Christian Musolff Deutschland hinkt beim Aktiensparen im internationalen Vergleich immer noch hinterher. Und die Pläne der Koalition zur Einführung eines kapitalgedeckten Rentensystems liegen weiterhin auf Eis: Dabei gibt es einen immer deutlicher zu spürenden Handlungsdruck. Schon heute stammt jeder dritte Euro, der als Rente an die Ruheständler überwiesen wird, aus dem Bundeshaushalt. Und die Boomer kommen ja erst noch. Würde ein Aktien-Pensions-Staatsfond die künftige Altersvorsorge überhaupt retten? Oder brauchen wir einen ganz neuen "Generationenvertrag", um die demographischen Herausforderungen der nächsten 30 Jahre zu bewältigen?

Dienstag 20:00 Uhr NDR kultur

Feature

Candys Chor Die Kraft des Gesangs Feature von Martina Groß NDR 2014 Mehrmals im Jahr lädt die englische Chorleiterin Candy Verney Menschen aus aller Welt dazu ein, miteinander zu singen. Durch das gemeinsame Singen stiftet sie eine außergewöhnliche Gemeinschaft. Die Menschen, die bei ihr zusammentreffen, kennen sich vorher nicht, und viele von ihnen haben bisher weder allein, noch mit anderen gesungen. Was sie vereint, ist lediglich die Offenheit und Lust, gemeinsam singen zu wollen. Songs aus aller Welt. Aus der Arbeitswelt, Spirituelles oder Volkslieder. Die Autorin hat an einem siebentägigen Workshop in Frauenau teilgenommen. 20:00 - 20:03 Uhr Nachrichten, Wetter Feature

Dienstag 20:00 Uhr SRF 2 Kultur

Late Night Concert

Von Wattenwyl/Hendriksen «DuoLog» am Jazzfestival Basel 2022 «DuoLog» heisst Zwiegespräch - auf der Bühne am Jazzfestival Basel treffen sich der Saxofonist Alex Hendriksen und der Pianist Stewy von Wattenwyl im musikalischen Dialog

Dienstag 20:05 Uhr SWR2

SWR2 Jazz Session

Aus dem Archiv: Ella Fitzgerald & Count Basie Orchestra in Stuttgart 1970 Von Nina Polaschegg Immer wieder finden sich unsagbare Klangschätze in den Archiven des SWR. Heute: Nikolaus mit Ella - die Redaktion hat für die heutige Jazz Session ein Konzert mit Ella Fitzgerald und dem Count-Basie Orchestra ausgegraben. Im Rahmen ihrer Europatournee 1970 traten sie in der Stuttgarter Liederhalle auf. Wie alle Konzerte versetzten sie auch das dortige Publikum in wahre Begeisterung. Ella Fitzgerald, Stimme & Tommy Flanagan Trio Neal Hefti: Cherry point Count Basie and His Orchestra & Gene Goe, Trompete

Dienstag 20:05 Uhr Bayern 2

Nachtstudio

Rache! Oder: Die Auslotung unserer Abgründe Von Christian Schüle . Gerächt wurde immer, gerecht ist Rache selten. Wer rächt, verschafft sich Heilung und schafft für andere neues Unheil. Der Mensch sinnt auf Rache, aber Rache macht keinen Sinn. Als Ausgleich für Kränkungen kann Rache krankmachen; sie durchdringt das persönliche wie gesellschaftliche Leben seit jeher und bis heute. Eifersucht, Häme, Schadenfreude Racheporno, Brandstiftung, Mord - im Kleinen rächt jeder, sich oder andere. Kulturen basieren auf dem Wechselspiel von Rache und ihrer Verhinderung. Rache formuliert die Matrix weltliterarischer Epen, der biblischen Testamente, ist Stoff für Film, Theater, Oper, den Boulevard und das alltägliche Leben. Sie ist ein hochkomplexes Gefühl zwischen Schuld, Scham und Strafe, ein scheinbar unausrottbarer Trieb, den der Mensch nicht an Recht, Ratio und Großhirn delegieren kann, sie ist die rational geplante Irrationalität in einer durchrationalisierten Funktionsgesellschaft mit gestörter Affektkontrolle. So gut wie alle Anti-ismen, von Antisemitismus bis zu Antigenderismus, sind Erscheinungsformen der Rache. "Bin ich"s, ist"s Gott oder wer sonst, der diesen Arm erhebt?", fragt Kapitän Ahab, Jäger des weißen Wals, seinen Steuermann Starbuck und wirft damit die existentielle Frage jeder Zivilisation auf: Woher kommt der Hass? Aus einer einzigen Szene des genialischen Romans "Moby Dick" von Herman Melville entwirft Christian Schüle eine Phänomenologie der Rache und erzählt von ihren Erscheinungsformen. Am Ende stellt er eine letzte, die entscheidende Frage: "Bleibt uns nur die Moral?"

Dienstag 20:10 Uhr Deutschlandfunk

Hörspiel

Pablo und Virginia Nach Manuel Vázquez Montalbán Übersetzung aus dem Spanischen: Bernhard Straub Bearbeitung und Regie: Peter Michel Ladiges Mit Matthias Ponnier, Joachim Nottke, Gustl Halenke, Helmut Woestmann, Günther Lampe, Michael Habeck, Heinz Schimmelpfennig, Claudia Knupfer, Jörg Ratjen und Berth Wesselmann Musik: Werner Englert Ton und Technik: Udo Schuster und Nicole Winheller Produktion: SWF 1992 Länge: 47"05 An dem entlegenen Küstenstreifen war eines Tages ein schönes, junges Paar zur "Sekte der totalen Liebe" gestoßen, um in aller Ruhe Drogen zu konsumieren. Doch dann wurden Pablo und Virginia blutrünstig ermordet. Der Täter hinterließ eine Botschaft, die auf ein Verbrechen aus religiösen Motiven schließen lässt. Nachdem der einzige Verdächtige aus dem Polizeigewahrsam fliehen konnte, stockt der Fall. Nun will die Sekte "die Sache vom Tisch haben" und holt den Privatdetektiv Pepe Carvalho aus Barcelona zu Hilfe. Der trifft auf der Insel einen alten Bekannten wieder, der hier seit Jahren als eine Art Guru Anhänger um sich schart. "El Hippi" bringt den Detektiv auf die entscheidende Spur. Manuel Vázquez Montalbán (1939-2003), katalanischer Schriftsteller, veröffentlichte über 100 Bücher. Neben Prosa, Lyrik, Essays, Theaterstücken, politischen und zeitgeschichtlichen Texten sowie Kochbüchern schrieb er für zahlreiche Zeitschriften, u.a. regelmäßig für die Tageszeitung El País. International bekannt wurde er durch die Krimireihe um den Privatdetektiv Pepe Carvalho, die den Wandel Spaniens von der Franco-Diktatur zur Demokratie begleitet. Pablo und Virginia

Dienstag 22:00 Uhr HR2

Spätlese | Helene Hegemann: Schlachtensee

Schlachtensee ist kein Roman. Kann kein Roman sein. In vierzehn Episoden widmet sich Helene Hegemann mit sprachlicher Wucht unserer Gegenwart und zersprengt sie in feine Teile.

Dienstag 22:03 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Feature

Gedankenverbrechen in Belarus Wenn Dystopien lebendig werden Von Inga Lizengevic Regie: die Autorin Ton und Technik: Jean-Boris Szymczak Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2022 Länge: 54"30 (Ursendung) Das belarussische Staatsfernsehen agitiert in Hass-Sendungen gegen jeden, der nicht hinter Machthaber Lukaschenko steht. Verhaftungen finden willkürlich statt; gefoltert wird im Verborgenen. Orwells Dystopie "1984" - in Belarus ist sie Wirklichkeit geworden. "Bald werden sie in unsere Köpfe klettern und schauen, welche Gedanken wir haben. Und für diese Gedanken werden sie uns einsperren," meint Natalia Dulina, die ihre Professur an der Linguistischen Universität wegen der Teilnahme an Protesten verloren hat. Mittlerweile muss man in Belarus gar nicht mehr an einer Demonstration teilnehmen - es reicht, mit dem Gedanken daran zu spielen. Likes oder Reposts in den sozialen Medien, Wäsche in weiß-rot-weißer Farbfolge auf der Leine: alles Gründe für Verhaftungen und Gefängnisstrafen. "Man wird nicht zum Präsidenten gemacht, man wird als Präsident geboren," sagt Machthaber Lukashenka von sich selbst. In beinahe drei Jahrzehnten hat er ein System aufgebaut, das seine Alleinherrschaft sichert. 2020 hätte ein Wendepunkt werden können, doch nach der Zerschlagung der friedlichen Proteste dreht sich die Spirale der Unterdrückung jetzt mit neuer Kraft weiter. Menschen werden verhaftet und gefoltert, Bücher werden vergraben, das Staatsfernsehen hat auf Hass-Programme umgestellt. Orwells Dystopie - in Belarus ist sie Wirklichkeit geworden. Inga Lizengevic, geboren in Russland, aufgewachsen in Belarus, Russland und der Ukraine, studierte in Minsk und Berlin, lebt als Theaterregisseurin, Hörfunkautorin und Dokumentarfilmerin in Berlin. Für ihr Feature "Babys für die Welt. Das Geschäft mit ukrainischen Leihmüttern" (Deutschlandfunk/SWR/ORF 2021) wurde sie mit dem Prix Italia 2022 ausgezeichnet. Wenn Dystopien lebendig werden Gedankenverbrechen in Belarus

Dienstag 22:04 Uhr WDR5

U 22 - Unterhaltung nach zehn: UaW (1/2)

Mit Fritz Eckenga Beste Gäste@Eckenga Wiederholung: Mi. 22.04 Uhr Mit Cordula Stratmann und Ella Carina Werner Aufnahme vom 26. November aus dem Fritz-Henßler-Haus, Dortmund

Dienstag 22:33 Uhr NDR kultur

Play Jazz!

JazzBaltica 2022: Aki Takase DJÄSS Im Play Jazz! - Konzert werden Liveaufnahmen des NDR aus dem Rolf-Liebermann-Studio, aus Clubs und von Festivals im Sendegebiet gesendet. Mitschnitte von JazzBaltica, Elbjazz, Eldenaer Jazz Evenings, See More Jazz oder der Jazzwoche Hannover zeigen die Vielfalt der Festivallandschaft im Norden. Neben aktuellen Aufnahmen ist Dienstagabend auch der Platz für Konzertschätze aus den Archiven des NDR. Play Jazz!

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