Webradio und Livestream

Spezialtipp

Bombenteppich

Bild: SWR/Alexander Kluge

Donnerstag, 22:05 Uhr SWR2

SWR2 Hörspiel-Studio

Bombenteppich

Hörspiel von Philipp Löhle, Musik und Regie Björn SC Deigner. Erzähler (Fabian Hinrichs, re.) und Regisseur Björn SC Deigner (li.).

Tagestipp

Heute, 19:05 Uhr Ö1

Dimensionen

Radikal oder banal? Nacktheit auf der Bühne Von Paul Lohberger Nackte Menschen "live on stage" sind 2021 längst kein Tabubruch mehr. Die Tanzperformerin Florentina Holzinger prägte den Begriff "Nacktkostüm", ihre Kollegin Doris Uhlich fand für "More Than Naked" und weitere Programme zahlreiche Menschen, die nackt auftreten wollten. Nacktheit ist an den angesehensten Bühnen angekommen. Als Joachim Meyerhoff vor einigen Jahren als unbekleideter Robinson durchs Burgtheater lief, war das kaum mehr ein Aufreger. Doch ganz kalt lässt Nacktheit auf der Bühne das Publikum bis heute nicht. Während sie in Performance und Regietheater üblich geworden ist, kommt die moderne Oper ohne sie aus. In der Popmusik hingegen zeigt man gerne Haut, doch ein "Busenblitzer" lässt sich immer noch zum Skandal hochstilisieren. Nacktheit mag heute mehr Stilmittel als Provokation sein. Gibt es also noch Tabus? Und können über nackte Bühnenfiguren Geschlechterklischees verhandelt werden?

Konzerttipp

Heute, 20:05 Uhr SWR2

SWR2 Abendkonzert

Kammerkonzerte Alte Kirche Fautenbach Astor Piazzolla: La Suite del Angel Las Estaciónes Porteñas und weitere Werke Ensemble Tangologia: Fabian Pablo Müller (Saxofon) Karl Borromäus Epp (Gitarre) Maximilian Junghanns (Violine) Anselm Lehnen (Kontrabass) Olga Salogina (Klavier) (Konzert vom 10. November 2019) Joseph Haydn: Klaviersonate h-Moll Hob XVI:32 Aimo Pagin (Klavier) (Konzert vom 14. Oktober 2007) Luigi Boccherini: Gitarrenquintett Nr. 4 D-Dur G 448 "Fandango-Quintett" Friedemann Wuttke (Gitarre) Felix Matzura (Kastagnetten) Minguet Quartett (Konzert vom 10. Oktober 2010) Das Ensemble Tangologia spielt die Musik des legendären argentinischen Tangorevolutionärs Astor Piazzolla in originaler Quintettbesetzung. Anstelle des Bandoneon jedoch bringt Fabian Pablo Müller mit dem Saxofon eine aufregende, neue Farbe in diesen faszinierenden Klangkörper, die dem lyrisch-kantablen wie dem kraftvoll-zupackenden Charakter dieser Musik in einzigartiger Weise Ausdruck verleiht.

Hörspieltipp

Heute, 19:04 Uhr WDR3

WDR 3 Hörspiel

Frag die Angst Von Barbi Markovi? Erinnerungen an die Bombardierung Belgrads Erzählerin: Yohanna Schwertfeger Bojana: Camilla Renschke Lele: Lou Zöllkau Sprecher TV: Lutz Göhnermeier Sprecher Zeitung: Philipp Schepmann Sprecherin Viber-Text: Mareike Hein Regie: Susanne Krings Produktion: WDR 2019

Featuretipp

Heute, 09:05 Uhr Bayern 2

radioWissen

Erleuchtung Licht der Erkenntnis oder nur schöner Schein? Rajneesh, Bhagwan, Osho Der Guru der 70er Das Kalenderblatt 14.4.1917 Ludwik Zamenhof gestorben, Esperanto-Erfinder Von Xaver Frühbeis Erleuchtung - Licht der Erkenntnis oder nur schöner Schein? Autor: Andreas Hauber / Regie: Eva Demmelhuber Erleuchtung - das scheint das Ziel einer spirituellen Reise zu sein, eine Art der Vervollkommnung des sich als defizitär fühlenden Menschen. Wir verbinden damit schnell eine Weisheit aus Indien, das Wissen und die Praxis alter asiatischer Kulturen, eben "irgendwas mit Yoga". Aber stimmt das? Woher kommt der Begriff eigentlich und wovon ist die Rede, wenn von "Erleuchtung" gesprochen wird? Ursprünglich handelt es sich dabei um einen traditionell europäischen Terminus. Platon führt als erster ein Konzept der Erleuchtung in die Geistesgeschichte ein. Am geläufigsten ist sein Sonnengleichnis. Dies übernimmt der Neuplatonismus und bei Proklos begegnet uns Licht als das Ursprungsprinzip aller Dinge. Auch das Christentum spart nicht mit Lichtmetaphorik, gilt nicht zuletzt Jesus Christus als "Das Licht der Welt". Neuen Auftrieb bekommt Erleuchtung in der Aufklärung, in der das "Licht der Vernunft" als Gegenprinzip gegen jede dogmatische Religionsform steht. In den Kolonien wird der Begriff über Missionare in fremde Kulturen getragen und begegnet dort anderen religiösen Heilskonzepten. In diese fließt er in den Übersetzungen der dortigen heiligen Schriften ein und wird wieder nach Europa gewissermaßen reexportiert. Hier trifft er auf kriselnde religiöse Traditionen und eine große unbefriedigte spirituelle Sehnsucht in der Gesellschaft. Fernöstliche Religionspraktiken passen gut zu der in jener Zeit aufkommende Individualisierung der Religion. Jeder Mensch erscheint kompetent selbst sein Heil zu erlangen unabhängig von irgendwelchen Kirchen oder Klerikern. Bereits im 19. Jahrhundert erlangt der Erleuchtungsbegriff große Popularität, richtig wird er aber Anfang des 20. Jahrhunderts durch Bücher wie Hesses Siddhartha bekannt. Nach dem 2. Weltkrieg greift ihn erst die Hippie-, später die New Age-Bewegung auf und in unserer Zeit, die man in Anlehnung an Max Weber eine Zeit der "Wiederverzauberung der Welt" nennen könnte, hat er eine neue Renaissance. Rajneesh, Bhagwan, Osho - Der Guru der 70er Autorin: Bettina Weiz / Regie: Kirsten Böttcher Grauer Wallebart, flauschige Mütze, große, runde Augen, in denen der Schalk aufblitzen kann, und wenn er spricht, merkt man: der weiß, was er sagt, nimmt sich alle Zeit der Welt dafür - und zieht genau mit dieser tiefenentspannten Art die Menschen in seinen Bann: das ist Chandra Mohan, auch als Rajhneesh, Bhagwan und Osho bekannt. In den 70er Jahren faszinierte der Inder Hunderttausende vor allem junger Sinnsucher aus der westlichen Welt. Sie nannten sich seine Schüler, Sannyasins, lauschten seinen Reden, zogen sich rot an, hängten Holzperlenketten mit seinem Konterfei um die Hälse, pilgerten zu ihm ins indische Pune, später auch ins US-amerikanische Oregon, wo er zeitweilig auf einer Ranch lebte, meditierten, übten die freie Liebe und das Ausleben ihrer Aggressionen - und schockierten damit ihre Eltern und Altvorderen in Deutschland. Institutionen wie Ehe, Familie oder Religion erklärte Bhagwan zum Hauptgrund für Krankheiten und die neurotische Gesellschaft. Im Lauf seines Lebens wurde er allerdings selbst zu einer Institution. Moderation: Florian Kummert Redaktion: Bernhard Kastner

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Im Keller

Nach dem gleichnamigen Buch von Jan Philipp Reemtsma. Am 25. März 1996 wurde Jan Philipp Reemtsma vor der Tür seines Hauses in Hamburg-Blankenese niedergeschlagen und verschleppt. 33 Tage lang hielten ihn seine Entführer im Kellerraum eines angemieteten Hauses bei Bremen gefangen. Reemtsmas Bericht über seine Gefangenschaft "Im Keller" ist eine Chronik der Ereignisse. Die Hörspieladaption unter der Federführung des Norddeutschen Rundfunks wurde zum Hörspiel des Jahres 1998 gewählt: "Ein literarisches Hörspiel, streng, ohne Mätzchen. Und gerade deshalb zutiefst bewegend," urteilte die Jury. Mit Günther Einbrodt. Bearbeitung: Charlotte Drews-Bernstein. Komposition: Ronald Steckel. Ton und Technik: Peter Kainz und Venke Decker. Regie: Ulrich Gerhardt. Regieassistenz: Heike Tauch. Redaktion: Michael Becker. Produktion: NDR/SWF/SFB 1998. Verfügbar bis 23.03.2022. https://ndr.de/radiokunst

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